Feuerwehr Stendorf
Gründung und die ersten Jahre
In Stendorf wurde der Brandschutz durch eine Pflichtfeuerwehr, die nach der „Preußischen Feuerschutzverordnung“ in jedem Dorf bestehen musste, gewährleistet. Diese Pflichtfeuerwehr, die noch bis zum Jahre 1932 bestand, war vom Gesetzgeber vorgeschrieben, wenn in einer Gemeinde keine Freiwillige Feuerwehr vorhanden war.
In einer Pflichtfeuerwehr, die alle erwachsenen Männer einer Gemeinde erfasste, gab es in der Regel keinen Idealismus. Mit schlechter Ausrüstung, meist waren nur Handdruckspritzen vorhanden, wurden nur 3-4 Übungen im Jahr abgehalten.
Hier noch einige Zeitungsmeldungen aus dem „Kreisblatt für den Kreis Osterholz“ aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg:
21. Oktober 1902 Stendorf
Der Spritzenverband Stendorf, bestehend aus den Gemeinden Stendorf, Platjenwerbe, Stubben, Lesumstotel, Erve und Wollah, hat ein neues Verbandsstatut.
Danach sollen in Zukunft die Gemeinden Stendorf und Lesumstotel bei Ausbruch eines Brandes innerhalb des Verbandes die Spritzen-mannschaften, die übrigen Gemeinden dagegen nur die Hilfs-mannschaften stellen. An den Brandmeister und die Spritzenmannschaft werden Entschädigungen gezahlt.
Zum Verbandsvorsitzenden wird Hofbesitzer D. Blendermann aus Wollah, zum Brandmeister Hofbesitzer Rathjen aus Stendorf ernannt.
28. Januar 1904 Stendorf
„Das Wohnhaus des Landwirts Hinrich Niebank brennt total nieder. Neben dem Inventar kann sämtliches Vieh gerettet werden.“
20. März 1910 Stendorf
„Das Stallgebäude des Hofbesitzers Johann Heumann brennt ab. Ursache unbekannt. Das Vieh kann gerettet werden, einiges Geflügel ist in den Flammen umgekommen. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.“
6. Mai 1912 Wollah
„In letzter Nacht brannte das Voller`sche Besitztum vollständig nieder. Als der Brand bemerkt wurde, war die Scheune bereits in Flammen aufgegangen. Weiter fielen dem Feuer die zweite Scheune, das Wohnhaus und das Backhaus zum Opfer. Die Bewohner konnten nur das nackte Leben retten, ein Pferd, einige Sauen und Schweine sowie Hühner kamen in den Flammen um“.
Die Gemeinde Stendorf bildete noch bis 1925 einen Spritzenverband mit den Gemeinden Groß-Erve, Wollah, Lesumstotel, Platjenwerbe und Stubben. Dieser Spritzenverband umfasste ein so großes Gebiet, dass er mit der einen vorhandenen Spritze keinen vernünftigen Brandschutz gewährleisten konnte.
Wegen der hohen Verluste bei einem Brand, wurde vom Kreisbrandmeister in Blumenthal die Auflösung dieses großen und die Bildung von drei kleinen Spritzenverbänden angeregt. Da in der ersten Gemeindereform von 1928 die Zwerggemeinden Groß-Erve und Wollah sowieso schon mit der Gemeinde Stendorf vereinigt wurden, bestanden die drei neuen Spritzenverbände aus den Gemeinden Stendorf, Lesumstotel und Platjenwerbe/Stubben.
Das Löschgerät aus dem aufgelösten Spritzenverband wurde von der Pflicht-feuerwehr Stendorf übernommen, Lesumstotel und Platjenwerbe sollten je eine Spritze mit Zubehör anschaffen.
Schließlich fand am 12. September 1929 eine Versammlung beim Gastwirt Georg Rutenberg in Stendorf zwecks Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr statt. Erschienen waren Kreisbrandmeister Windhorst aus Blumenthal und 32 Einwohner aus Stendorf. Alle anwesenden Dorfbewohner traten in die neu gegründete Feuerwehr ein.
Zum ersten Brandmeister wurde der Schmiedemeister Martin Grahl gewählt. Sein Stellvertreter war Hinrich Jachens, Schriftführer war Johann Viohl.
Nach Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Stendorf fand in der ersten Zeit fast monatlich eine Versammlung statt. Die Versammlungen wurden „ordnungsgemäß“ durch Laufzettel oder durch „Ansagen“ einberufen.
Auf fast jeder dieser ersten Versammlungen konnten neue Mitglieder auf-genommen und durch den Brandmeister „verpflichtet“ werden.
Zunächst musste von der Feuerwehr Stendorf die Alarmierung und das Ausrücken der Spritze organisiert werden. Ausgebildete Alarmierer fuhren auf einem Fahrrad in 5 aufgeteilte Brandbezirke und alarmierten ihre Kameraden durch Brandhörner. Die ersten am Spritzenhaus eintreffenden Feuerwehrmänner mussten die Spritze an den Brandherd schaffen.
Lag die Brandstelle in der Nähe, zogen die Feuerwehrmänner die Spritze selbst dorthin, war eine größere Entfernung zu überwinden, musste der nächstgelegene Landwirt ein Gespann zur Verfügung stellen.
Auf der Versammlung vom 19. November 1929 wurde beschlossen, von jedem Kameraden einen monatlichen Beitrag in Höhe von 50 Pfennig zu erheben. Der Kassenführer war verpflichtet über diese Beträge Buch zu führen.
Ein wichtiger Punkt, der von den Kameraden beraten wurde, war natürlich die Organisation eines Stiftungsfestes. Es wurde beschlossen, dass Stiftungsfest am 18. Januar 1930 beim Kameraden Johann Lamcken zu feiern. Die Feuerwehren von Platjenwerbe, Brundorf und Lesumstotel wurden eingeladen.
Das Protokoll vermerkt: “Als Eintrittsgeld soll von den Mitgliedern mit Dame 1.- RM, von Auswärtigen 1,50 RM und Damen allein 50 Pf. erhoben werden“.
Auf einer Versammlung im Februar 1930 wurde von den Kameraden der Wunsch geäußert, baldmöglichst Uniformen zu beschaffen. Um die Anschaffung der Uniformen finanzieren zu können, wurden von den Kameraden verzinsliche Darlehen gegeben.
Vom Schriftführer Johann Viohl wurde ein Betrag in Höhe von RM 600.- als Darlehen zur Verfügung gestellt, ferner gab die Concordia-Versicherung noch ein Beihilfe in Höhe von RM 200.-. Diese Darlehen wurden zum größten Teil im Jahr 1934 an die Kameraden zurückbezahlt. Tilgung und Zinsen wurden finanziert aus den „Mitgliedsbeiträgen“ und aus Gewinnen von Veranstaltungen.
Schließlich konnten im Mai/Juni 1930 für alle Kameraden Uniformen zum Preis von RM 1.980.- angeschafft werden.
Ein großes Problem in der Gemeinde Stendorf war, dass bei der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 1929 die vorher bestehende Pflichtfeuerwehr nicht aufgelöst wurde, sondern als eine Art Konkurrenzunternehmen nebenher weiter-
bestand.
Dies kommt zum Beispiel in dem Versammlungsprotokoll der Freiwilligen Feuerwehr vom 31. Oktober 1931 deutlich zum Ausdruck:
„Zur Versammlungseröffnung gab der Brandmeister bekannt, dass über die Einrichtung von Brandwachen, anlässlich vielerorts auftretender Brände, entschieden werden soll.
Die Versammlung beschloss, mit dieser Einrichtung solange zu warten, bis der Gemeindevorstand an sie herantritt und die hiesige Pflichtwehr mit herangezogen werde.“
Am 27. August 1932 trafen sich 47 Kameraden und Brandmeister Grahl auf einer nicht satzungsgemäß angesetzten Versammlung, um dieses „Problem“ aus der Welt zu schaffen. Was auf dieser Versammlung verhandelt wurde und wie man sich schließlich einigte, geht aus den Zetteln, die später ins Protokollbuch eingeklebt wurden, nicht hervor. Fest steht allerdings, dass es nach dieser Versammlung keine Pflichtfeuerwehr mehr gab und dass man die noch vorhandenen Uniformen bzw. Kameraden der Pflichtfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr zur „Verfügung“ stellte.
Am 15. September 1932 trafen sich schließlich 59 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und der ehemaligen Pflicht-Feuerwehr, um die Feuerwehr Stendorf neu zu organisieren. In Anwesenheit von Kreisbrandmeister Windhorst wählten die Kameraden ein neues Kommando. Zum neuen Brandmeister wurde Hinrich Jachens gewählt, sein Stellvertreter war Dietrich Finken.
Ferner wurden die Kameraden noch auf die verschiedenen Löschzüge der Feuerwehr Stendorf aufgeteilt, wie z.B. Spritzenzug, Staigerzug und Sanitätsabteilung.
Aus der Mitgliederliste der Freiwilligen Feuerwehr Stendorf vom 1. Oktober 1932 geht hervor, dass die Feuerwehr zu dieser Zeit 69 aktive Kameraden hatte, d.h. aus fast jedem Haushalt der Gemeinde Stendorf waren ein oder sogar zwei Personen Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr.
6. Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg
Nach der Machtübernahme durch die NSDAP im Jahre 1933 wurden die Feuerwehren nicht schlagartig vom Nationalsozialismus vereinnahmt, sondern die Wandlung vollzog sich nach und nach durch immer neuere Satzungen und Bestimmungen.
Wie aus dem Protokollbuch zu entnehmen ist, wurden im Jahr 1934 von Brandmeister Jachens auf jeder Versammlung neue Feuerwehrsatzungen bzw. Landesbefehle bekannt gegeben.
Das Protokoll einer Versammlung im September 1934 bei Johann Lamcken vermerkt: „Es erhoben sich die Kameraden für 2 Minuten stilles Gedenken an den heimgegangenen Reichspräsidenten und Generalfeldmarschall von Hindenburg. Sodann wurden die Kameraden über die neuen Abzeichen informiert, welche dann auch an die Anwesenden verteilt wurden“.
Die erste Versammlung, die mit einem „Sieg Heil“ auf Führer und Vaterland geschlossen wurde, fand am 24. Juli 1935 statt.
Im Jahr 1938 wurde aus den Freiwilligen Feuerwehren die „Feuerlöschpolizei“ und waren damit direkt dem Reichsführer SS Heinrich Himmler unterstellt. Der Brandmeister war jetzt der „Führer der Wehr“ und das Ortskommando nannte sich „Führerrat“.
Im Mai 1940 wurde die Wehr schließlich im Rahmen der neuen „Durch-führungsverordnung zum Feuerlöschgesetz“ auf den Führer Adolf Hitler vereidigt.
Die Militarisierung der Freiwilligen Feuerwehren wurde aber nicht nur durch die
neuen Uniform-Abzeichen und eine neue Kommandostruktur durchgeführt, vielmehr wurden sie auch für Sammlungen für das Winterhilfswerk, Feiern am „Tag der Polizei“ und seit 1937 auch für Verdunkelungsübungen herangezogen.
Neben diesen politischen Umwälzungen fand in diesen Jahren aber auch noch ein „normales“ Dienstgeschehen in der Freiwilligen Feuerwehr Stendorf statt. Im Jahr 1936 wurde das an der B 6 gelegene Spritzenhaus renoviert und ausgebaut.
Im Frühjahr 1937 wurde von der Feuerwehr Stendorf die erste Motorspritze mit einem Vorspannwagen zum Preis von RM 1.050,- angeschafft. Der damalige Brandmeister Jachens stellte dafür ein Darlehen von RM 1.000,- zur Verfügung.
Im März 1938 stellte Brandmeister Hinrich Jachens seinen Posten aus familiären Gründen zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wurde Dietrich Finken gewählt.
Gerätebestand der Freiwilligen Feuerwehr Stendorf am 1. April 1938:
· 1 Motorspritze mit Vorspannwagen und 6 Haspeln
· 1 Handdruckspritze mit Schlauchwagen
· 1 Kleiner Angriffswagen mit Verteiler und Strahlrohr
· 225 mtr. B-Schläuche
· 188 mtr. C-Schläuche
Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 wurden auch viele junge Feuerwehrmänner zur Wehrmacht einberufen.
Das Protokoll vom 13. Dezember 1939 vermerkt dazu: „Für die zur Wehrmacht einberufenen Kameraden soll eine Aufmerksamkeit gemacht werden. Das Ergebnis einer Sammlung unter den Kameraden erbrachte einen Betrag von RM 25,50. Hierfür soll den Kameraden ein Weihnachtspaket gesandt werden“.
Da die Feuerwehren durch die vielen Einberufungen personell stark geschwächt waren, wurden ab Februar 1940 die Mitglieder der Hitler Jugend zum Feuerwehrdienst herangezogen und ausgebildet.
Im Frühjahr 1944 wurde durch Verfügung des Chefs der Deutschen Polizei Reichsführer SS Heinrich Himmler eine Gruppe von Feuerwehrhelferinnen aufgestellt. Hierzu gehörten in der Stendorfer Wehr 18 Frauen.
In den Kriegsjahren wurde die Freiwillige Feuerwehr Stendorf zu mehreren Kriegseinsätzen gerufen.
Am 4. Mai 1942 wurde das Wohnhaus mit Stallanbau von Diedrich Niebank und die Scheune von Claus Ahrens von Brandbomben getroffen, das gleiche geschah am 30. Juni 1942 mit Heumanns Schafstall.
Hierbei handelte es sich um keine Bombenangriffe auf Stendorf, sondern um sog. Notabwürfe, d.h. die von der Flak in Habichthorst getroffenen Bomber entledigten sich ihrer Fracht irgendwo in der Landschaft.
Den größten Einsatz hatte die Feuerwehr Stendorf am 30. Juli 1943 in Hamburg. Nach schweren Bombenangriffen (Operation Gomorrha) entwickelte sich dort ein orkanartiger Feuersturm. Der Einsatz erfolgte zusammen mit 21 Gruppen aus dem Kreis Osterholz in dem Gebiet rund um den Hamburger Fischmarkt.
Ferner gab es noch mehrere Großeinsätze nach Bombenangriffen in Bremen in den Jahren 1943 und 1944. Bei einem dieser Einsätze wurde der Oberfeuerwehrmann Johann Bellmer aus Habichthorst durch herabstürzende Mauerteile tödlich getroffen.
7. Der schwierige Neubeginn
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges war für die Feuerwehr Stendorf der Wiederaufbau sehr schwierig, da viele der ehemaligen Feuerwehrmänner im Krieg gefallen oder noch in Gefangenschaft waren und die übrigen einfach keine Lust mehr hatten, eine Uniform zu tragen.
So erschienen auf der ersten Versammlung nach dem Krieg, im Herbst 1946, gerade noch einmal 14 Kameraden. Informationen aus dieser Zeit stammen zum überwiegenden Teil aus den Jahresberichten der damaligen Brandmeister, da von 1947 bis 1955 von der Feuerwehr insgesamt nur 4 Versammlungsprotokolle angefertigt wurden.
Auf einer Versammlung im Januar 1956 stellte der damalige Kreisbrandmeister Flügger fest, „dass die hiesige Feuerwehr in den letzten Jahren fast zum Erliegen
gekommen sei“. Auch konnte auf dieser Versammlung kein Kassenbericht vorgelegt werden, da kein Kassenbestand vorhanden war.
Natürlich gab es in diesen ersten Nachkriegsjahren auch noch einige Aktivitäten
der Freiwilligen Feuerwehr Stendorf.
Es wurden immerhin noch 3 bis 5 Übungen und 1 bis 2 Versammlungen im Jahr, mit mehr oder weniger mangelhafter Beteiligung der Kameraden, abgehalten.
In den ersten Nachkriegsjahren besaß die Feuerwehr Stendorf keine Uniformen, da die alten Jacken mit ihren NS-Abzeichen natürlich nicht mehr tragbar waren. Später organisierte man dann von der Polizeiwache aus Lesum gebrauchte Polizeijacken und funktionierte diese dann als Feuerwehr-Uniformen um. Die „Dämpfergenossenschaft“, eine Vereinigung der Stendorfer Landwirte, die gemeinsam eine Maschine zum Dämpfen von Futterkartoffeln angeschafft hatte, errichtete z.B. im Jahr 1948 einen Schuppen im Sandberg (heute Habichthorster Straße Nr. 9a), wo die Dämpfungsmaschine und die alte Motorspritze nebst Vorspannwagen untergestellt wurde.
Als Mannschaftswagen und Zugmaschine für die Motorspritze diente ein altes amerikanisches 8-Zylinder Dodge-Cabriolet, das im Spritzenhaus an der B 6 untergestellt war.
Als Mitte der 50-er Jahre das Dodge-Cabriolet seinen Geist endgültig aufgegeben hatte, musste die Motorspritze mit Treckern zum Einsatzort gebracht werden. Das Spritzenhaus hatte im vorderen Teil eine Fahrzeughalle als Unterstellplatz für ein Feuerwehrfahrzeug, im hinteren Anbau war durch einen separaten Seiteneingang das Stendorfer „Gefängnis“ untergebracht.
Hier wurden in der Nachkriegszeit durch den damaligen Schutzmann Fritz Selig
„Kriminelle“ eingeschlossen. Durch die Währungsreform vom 21. Juni 1948 verlor die Freiwillige Feuerwehr Stendorf ihren gesamten Kassenbestand.
Besonders hervorzuheben sind noch die seit 1946 von der Freiwilligen Feuerwehr und der Schule gemeinsam organisierten Weihnachtsfeiern im Gasthaus Lamken in Wollah.
Die Vorbereitung der Weihnachtsfeier, wie z.B. das Herrichten des Festraumes und der Aufbau der Bühne, wurde von der Freiwilligen Feuerwehr übernommen. ferner stellte die Feuerwehr eine Brandwache und half mit bei der Organisation
des Festes. Die Eintrittsgelder wurden der Stendorfer Schule komplett zur Verfügung gestellt.
Im Mai 1946 besuchten immerhin 98 Schüler (davon 59 Flüchtlingskinder) und im April 1949 sogar 124 Schüler (davon 85 Flüchtlingskinder) die Stendorfer Schule.
Der Jahresbericht 1946/47 vermerkt: „Die Weihnachtsfeier nahm bis auf einige
unliebsame Stromabschaltungen einen guten Verlauf“.
Die Wende für die Freiwillige Feuerwehr Stendorf kam, als im Oktober 1955 Friedrich Brennecke zum neuen Brandmeister gewählt wurde. Seitdem fand bei der Stendorfer Feuerwehr wieder ein regelmäßiger Übungsdienst statt und die Anschaffung von moderner technischer Ausrüstung wurde vorangetrieben. Ferner traten jetzt auch immer mehr junge Stendorfer als aktive Mitglieder in die Freiwillige Feuerwehr ein.
Im Frühjahr 1956 beantragte die Feuerwehr bei der Gemeinde Stendorf die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges mit Spritze, da die alte Motorspritze, die sog. „Alte Oma“, sehr reparaturanfällig geworden und auch keine Zugmaschine mehr vorhanden war. Dieser Antrag wurde aber von der Gemeinde aus finanziellen Gründen abgelehnt.
Im Herbst 1957 gab die alte Motorspritze dann endgültig kein Lebenszeichen mehr von sich, auch alle Reparaturversuche schlugen fehl.
Brandmeister Brennecke meldete der Gemeinde Stendorf, dass die Feuerwehr ohne funktionierende Spritze nicht mehr einsatzfähig sei und beantragte die Anschaffung einer neuen Spritze.
Als schließlich bei einem Großbrand am 4. September 1958 bei Hermann Meyer in Erve das am Haus befindliche Stallgebäude niederbrannte, mussten die Nachbarwehren aus Ritterhude und Burgdamm die Brandbekämpfung übernehmen, die Stendorfer Feuerwehr erledigte nur noch die Aufräumarbeiten und stellte für die Nacht eine Brandwache.
Im Juni 1959 trat Friedrich Brennecke von seinem Amt als Brandmeister, wegen
eines Wohnortswechsels nach Osterhagen, zurück. Am 23. Juni 1959 wurde Johann Grahl zum neuen Brandmeister gewählt.
Im Herbst 1959 wurde von der Gemeinde Stendorf dann doch noch eine neue Tragkraftspritze angeschafft.
Ferner wurde im November 1959 beschlossen, die allgemeinen Übungsdienste auf den ersten Sonntag-Vormittag eines Monats zu verlegen.
Besonders erwähnenswert ist noch die Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Stendorf, die sich sehr großer Beliebtheit erfreute.
In den 50-er und 60-er Jahren führten einige Feuerwehrkameraden, unterstützt von ihren Frauen und von Mitgliedern des „Bundes der Vertriebenen“ verschiedene Schwänke zu Beginn eines jeden Feuerwehrballes auf. In dieser Zeit fand der Feuerwehrball noch in Lamckens Gasthof auf der Diele statt. Für die Theatergruppe wurde am Ende der Diele eigens eine kleine Bühne errichtet. Diese Theatergruppe löste sich allerdings 1964 auf, da sich keine geeigneten Kameraden mehr als „Schauspieler“ zur Verfügung stellten.
8. Die 60-er und 70-er Jahre
Das neue Jahrzehnt begann für die Freiwillige Feuerwehr gleich mit zwei Großbränden in der Gemeinde Stendorf.
Am 25. Dezember 1961 wurde beim Landwirt Brau die Scheune durch Brandstiftung restlos vernichtet. Der Stendorfer Feuerwehr gelang es jedoch die umliegenden Gebäude vor den Flammen zu retten.
Der zweite Großbrand ereignete sich am 3. September 1962 in Wollah. Hier wurden beim Landwirt Lankenau eine Scheune und der Dachstuhl des Hauptgebäudes, beim Landwirt Jan-Dirk Blendermann eine Scheune und zwei Ställe durch Feuer zerstört.
Die Feuerwehr Stendorf wurde unterstützt von 3 Bremer Feuerwehren, den Feuerwehren aus Ritterhude, Scharmbeckstotel und Lesumstotel/Werschenrege. Bei diesem Großbrand waren insgesamt 81 Feuerwehrkameraden über 18 Stunden im Einsatz.
Im Februar 1962 leistete die Feuerwehr Stendorf Hilfe bei der verheerenden Hochwasserkatastrophe an der deutschen Nordseeküste. Eingesetzt wurde die Stendorfer Wehr an den Weserdeichen in Sandstedt.
Seit dem Frühjahr 1964 verhandelte die Freiwillige Feuerwehr mit der Gemeinde Stendorf wegen der Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges.
Im März 1966 war dann der Kauf eines Feuerwehrfahrzeuges der Fa. Büssing aus Osterholz-Scharmbeck perfekt.
Im Herbst 1966 besuchten die Stendorfer Feuerwehrkameraden die Polizeiausstellung in Hannover. Hier konnten sie ihr neues Feuerwehrfahrzeug
als fertig ausgebautes Ausstellungsstück bewundern. Bei diesem „Löschgruppenfahrzeug“ handelte es sich um einen Borgward B 2000 A/0, ein geländegängiger, offener, neunsitziger Gruppenwagen mit Frontpumpe. Die offizielle Übergabe des neuen Fahrzeuges durch die Gemeinde Stendorf fand im April 1967 statt.
Da das alte Gerätehaus nicht mehr wetterfest und für das neue Fahrzeug zu klein war, wurde im Sommer 1967 ein neues Gerätehaus erbaut. Den Bau übernahmen die Feuerwehrkameraden in Eigenleistung, die Gemeinde Stendorf erstattete lediglich die reinen Materialkosten. Die Materialkosten incl. der Elektroarbeiten betrugen nur DM 3.600.—
Einen weiteren Großbrand in Stendorf gab es beim Landwirt Brau, wiederum an den Weihnachtsfeiertagen.
Am 26. Dezember 1966 brannte dort das Wohnhaus mit allen Anbauten. Große Schwierigkeiten bei der Brandbekämpfung hatte die Stendorfer Feuerwehr durch Temperaturen von minus 15° C. Das gefrierende Wasser bildete schnell eine „Eisbahn“ und beim „Wasser halt“ froren sämtliche Schläuche und Armaturen zu.
Eine wesentliche Veränderung bzw. Verbesserung für die Stendorfer war der Anschluß an die öffentliche Wasserversorgung. Erst im Jahr 1970 wurde die Gemeinde Stendorf an den Wasserversorgungsverband Schwanewede angeschlossen. d.h. es gab erst ab diesem Zeitpunkt ein Wasserleitungssystem und für die Feuerwehr ein Netz von Hydranten.
Im Jahr 1972 gab es einen Großbrand beim Landwirt Werner Thies in Wollah. Durch das Feuer wurde das Hauptgebäude völlig zerstört, lediglich der Wohntrakt konnte vor den Flammen gerettet werden.
Eine große Veränderung für den Feuerwehrball, der früher auch als das „Stiftungsfest“ bezeichnet wurde, vollzog sich im Jahr 1973. Der Feuerwehrball, der sonst im Januar in der Gaststätte Johann Lamken gefeiert wurde, fand von nun an in den Sommermonaten im Festzelt auf dem Schulhof statt.
Im Juli 1973 schaffte die Feuerwehr einen Einachs-Anhänger für den Wasserwerfer an. Der Einachs-Anhänger dient als Stativ für den Wasserwerfer und trägt eine Haspel mit 400 m B-Schläuchen und ist somit ein kleiner Schlauchwagen.
Die größte Veränderung für die Gemeinde Stendorf und damit auch für die Feuerwehr war die Gebietsreform im Jahr 1974. Die ehemals selbstständige Gemeinde Stendorf wurde in die Gemeinde Ritterhude eingegliedert. Als Folge davon wurde aus der Freiwilligen Feuerwehr Stendorf die Ortsfeuerwehr Stendorf und aus dem Gemeindebrandmeister wurde ein Ortsbrandmeister.
Im gleichen Jahr trat Johann Grahl von seinem Amt als Brandmeister zurück. Auf einer Versammlung vom 18. Oktober 1974 wurde Johann-Hinrich Horstmann zum neuen Brandmeister und Günter Rominski zu seinem Stellvertreter gewählt.
Im Jahr 1977 wurde durch einen Brand das reetgedeckte Fachwerkhaus von Karl-Diedrich Jachens in Wollah völlig zerstört.
Dieses Jahrzehnt endete für die Feuerwehr Stendorf mit den Feiern zu ihrem 50-jährigen Bestehen am 13. und 14. Juli 1979. Neben dem großen Jubiläumsball im Festzelt auf dem Schulhof, gab es einen großen Umzug durch das Dorf, eine Großübung mit den Nachbarwehren, ein Platzkonzert und natürlich einen Kindernachmittag.
9. Das Wichtigste aus den Jahren 1979 bis 2004
Der Ortsfeuerwehr Stendorf wurde am 12. August 1983 ein neues Löschgruppenfahrzeug, ein LF 8 mit einer Frontpumpe und Tragkraftspritze offiziell von der Gemeinde Ritterhude übergeben.
Dieses neue Fahrzeug hatte seine erste Bewährungsprobe gleich bei einem Großbrand des Chemiewerkes Langer & Co. in Ritterhude am 5. und 6. Dezember 1983.
Am 1. September 1984 besuchte die Stendorfer Feuerwehr die Ritterhuder Patengemeinde Scheemda in Holland.
Am 26. August 1989 feierte die Feuerwehr Stendorf ihr 60-jähriges Bestehen beim Kamerad Harald Jachens mit einem Empfang für alle Feuerwehrmitglieder
und deren Frauen, Vertreter der Nachbarwehren und des Ritterhuder Gemeinde-rates bzw. Gemeindeverwaltung. Besonders erwähnenswert ist, dass an dieser 60-Jahr Feier noch 3 Gründungsmitglieder der Feuerwehr Stendorf teilnehmen konnten: Hermann Jachens, Johann Köster und Hermann Krentzel.
Die Ortsfeuerwehr Stendorf begann mit dem Neubau ihres Gerätehauses auf dem Grundstück der Stendorfer Schule am 27. September 1990. Am 20. November 1990 konnte schon das Richtfest mit 80 Gästen und den Bauleuten gefeiert werden.
Dem Baubeginn ging ein 5-jähriges zähes Ringen mit der Gemeinde Ritterhude voraus, da man sich nicht über die Finanzierung des Neubaus einigen konnte. Erst durch die Erbringung einer hohen Eigenleistung durch die Kameraden der Feuerwehr Stendorf war eine Finanzierung möglich geworden.
Am 27. September 1991 war die Einweihungsfeier des neuen Gerätehauses mit der Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Schölzel und Gemeindedirektor Kornmesser. Genau 1 Jahr nach dem Baubeginn konnte die Stendorfer Feuerwehr ihr neues Gerätehaus beziehen und feierte aus diesem Grund mit 140 Gästen. Das neue Feuerwehrhaus hat 2 Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge, eine Werkstatt, einen Schulungsraum, eine Küche und zwei Sanitärräume.
Im Jahr 1991 wurde ein VW-Bus angeschafft und von der Feuerwehr in Eigenleistung zu einem neunsitzigen Gruppenwagen ausgebaut. Dadurch haben jetzt mehr Feuerwehrkameraden die Möglichkeit in einem Feuerwehrfahrzeug und nicht im Privat-Pkw zum Einsatzort zu gelangen.
Ebenso wurde im November 1991 das alte Gerätehaus in Eigenleistung von der
Ortsfeuerwehr Stendorf abgerissen.
Am 26. August 1995 errang die Wettkampfgruppe der Ortsfeuerwehr Stendorf bei den Gemeindewettkämpfen in Ritterhude den 1. Platz mit 420 von 500 möglichen Punkten.
Teamchef und Trainer war Günter Rominski.
Teilnehmer der Wettkampfgruppe waren: Heinz Blendermann, Bernd-Martin Mattfeldt, Bernd Finken, Heiko Rathjen, Frank Garbade, Johann-Friedrich Rathjen, Jens Horstmann, Stefan Rominski, Harald Jachens
Seit 1995 veranstaltet die Ortsfeuerwehr Stendorf im jährlichen Wechsel mit dem FSC Stendorf das Osterfeuer. Auch wird jedes Frühjahr die „Dorfreinigung“ von der Stendorfer Feuerwehr mit Unterstützung der Landwirte und Einwohner durchgeführt.
In den Jahren 1995/96 gab es eine Brandserie durch vorsätzliche Brandstiftung beim Landwirt Dieter Mattfeldt. Innerhalb eines Jahres wurden auf dem Hof 3 Brände gelegt, wobei eine denkmalgeschützte Scheune den Flammen zum Opfer fiel und eine Remise und der Pferdestall stark beschädigt wurden.
Am 23./24. Dezember 1996 gab es einen Großbrand in der Druckerei Goldhammer im Ihlpohler Gewerbegebiet. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Mittagsstunden des „Heiligen Abend“ hin.
Seit Oktober 1996 veranstaltet die Feuerwehr gemeinsam mit dem Spielkreis einen Laternenumzug durch Stendorf.
Im Januar 1998 wurde der stellvertretende Ortsbrandmeister Günter Rominski aus dem aktiven Dienst verabschiedet, da er sein 62. Lebensjahr vollendet hatte. Ortsbrandmeister Johann-Hinrich Horstmann nahm dies zum Anlass seinen eigenen Rücktritt bekannt zu geben, um dadurch einen Generationswechsel in der Führung der Feuerwehr Stendorf zu ermöglichen. Johann-Hinrich Horstmann und Günter Rominski leiteten gemeinsam 24 Jahre lang die Ortsfeuerwehr Stendorf als Brandmeister bzw. Stellvertreter. Zum neuen Ortsbrandmeister wurde Uwe Dreher, zum stellvertretenden Ortsbrandmeister wurde Heinz Blendermann gewählt.
Am 28. August 1999 fand der Feuerwehrball, der jetzt Sommerfest genannt wurde, erstmals in der großen Halle auf dem Hof von Johann-Friedrich Rathjen statt. Statt einer Feier im Zelt auf dem Schulhof mit Kapelle und Tombola, wurde jetzt vorweg gegrillt und anschließend mit Disc-Jockey Unterstützung gefeiert.
Am 26. Mai 2001 fanden in Stendorf die Gemeindewettkämpfe der Feuerwehr Ritterhude statt. Die Wettkampfgruppe aus Stendorf belegte den 2. Platz. Der von der Feuerwehr Stendorf eigens dafür hergestellte Wettkampfturm kam nur noch einmal zum Einsatz, da auf Beschluss des Gemeindekommandos ab 2002 keine Feuerwehr-Wettkämpfe in Ritterhude mehr stattfinden.
Bei der Flutkatastrophe 2002 an der Elbe war auch das Bundesland Niedersachsen betroffen. Am 19. August 2002 entsandte die Ortsfeuerwehr Stendorf im Rahmen der Kreisbereitschaft 11 Kameraden in 3 Schichten zum Hochwassereinsatz an die Jeetzel, ein Nebenfluss der Elbe, in den Landkreis Lüchow-Dannenberg. Der Einsatz dauerte 5 Tage, bis zum 24. August 2002.
Am 12. September 2002 trat Ortsbrandmeister Uwe Dreher aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurück. Nach kurzer Übergangszeit unter kommissarischer Leitung von Heinz Blendermann fanden am 29. November 2002 Neuwahlen statt. Zum neuen Ortsbrandmeister wurde Heinz Blendermann, zu seinem Stellvertreter Markus Hake gewählt.
Im Rahmen der Feierlichkeiten zu ihrem 75-jährigen Bestehen am 3. Juli 2004 wird der Ortsfeuerwehr Stendorf offiziell ein neues Fahrzeug übergeben.
Es handelt sich dabei um ein TSF-W, ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit 6 Sitzplätzen und einem eingebauten Wassertank.
10. Ausblick
Durch Schaffung der Großgemeinde Ritterhude im Jahre 1974 mussten auch die Feuerwehren umorganisiert werden. Zuständig für die Feuerwehren ist seitdem die Gemeinde Ritterhude, unter Leitung des heutigen Gemeindebrandmeisters Horst Windhorst. Doch trotz Bildung einer Gemeindefeuerwehr, haben auch die Ortsfeuerwehren ihre Selbstständigkeit behalten.
Die Feuerwehr Stendorf ist mit Leben erfüllt und es herrscht eine gute Kameradschaft unter den Feuerwehrleuten. Unter der Leitung von Ortsbrandmeister Heinz Blendermann präsentiert sich die Ortsfeuerwehr Stendorf heute mit 35 aktiven Kameraden, 5 Kameraden in der Altersabteilung und 9 passiven Mitgliedern. Ferner gehören der Stendorfer Feuerwehr noch 23 fördernde Mitglieder an.
Durch die Veränderung in den Dörfern hat sich auch die Freiwillige Feuerwehr erheblich verändert. Früher gab es in Stendorf noch die typischen Handwerksberufe, wie z.B. Schmiede, Stellmacher, Zigarrenmacher, Krämer und Gastwirte. Sie alle stellten Personal für die Freiwillige Feuerwehr zur Verfügung. Heute sind diese Betriebe aus dem Ortsbild von Stendorf verschwunden und die meisten Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr sind Pendler, d.h. am Tage herrscht oft ein Personalmangel.
Zum Glück sind noch viele der Stendorfer Feuerwehrkameraden in der Landwirtschaft tätig und haben damit ihren Arbeitsplatz im Ortsteil. Die Zukunft unserer Feuerwehr liegt in der Jugend. Je mehr es uns gelingt, die Jugend für unseren Dienst zu gewinnen, um so sicherer ist der Fortbestand der Ortsfeuerwehr Stendorf.
Die Wehr verfügt über eine gute Ausrüstung: Ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) mit eingebautem Wassertank und Schnellangriffseinrichtung, sowie mit eingeschobener Tragkraftspritze. Ein Mannschaftstransportwagen (MTW) mit neun Sitzplätzen (das ehemalige umfunktionierte Löschgruppenfahrzeug LF 8). Ein kleiner Schlauchwagen mit 400 m B-Schläuchen auf einer Haspel und bestückt mit einem großen Wasserwerfer. Ferner gehören schwerer Atemschutz, Stromaggregat, Hubzug und Motorsäge zu unseren unverzichtbaren Arbeitsmitteln. Außerdem verfügt unsere Wehr über ein modernes Feuerwehrhaus mit zwei Fahrzeugboxen, Werkstatt, Schulungsraum und Küche.
Die ständige Ausbildung innerhalb der Feuerwehr und an den entsprechenden Feuerwehrschulen ist Grundvoraussetzung für eine gut funktionierende Feuerwehr. Beim Brandschutz, Hilfeleistungen und Katastrophen haben die Feuerwehrleute ihre ständige Einsatzbereitschaft bewiesen. Dadurch ist sichergestellt, dass auch in kleineren Orten ein in Not geratener Bürger schnelle Hilfe zuteil wird. Daran kann man erkennen, dass auch die kleinen Ortsfeuerwehren ihre Berechtigung haben, denn sie sind es, die in ihrem Bereich eine schnelle und kompetente Hilfe für die Einwohner darstellen.
Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren können nur dadurch erfüllt werden, weil alle Kameraden sich immer selbstlos, ohne Geld, dafür aber mit viel Idealismus, für das Gemeinwohl und den Zweck der Sache zur Verfügung stellen.
„Gott zur Ehr` - dem Nächsten zur Wehr“